„Unter dem rauschenden Getümmel in
meinem gestrigen Nacht Quartier schlief
ich nur halb doch träumte ich von Dir.“ 

 

Carl Wilhelm Friedrich Meyer, Amtmann von Mainbernheim, 1754 – 1817

Das Kastenamt

 

Erbaut im Jahr 1482 diente das Haupthaus des Anwesens von 1525 bis 1792 als Wohn- und Amtssitz der Beamten der Ansbacher Markgrafen – der Kastner. 1742 wurde das Gebäude barock überprägt. Es erhielt ein mächtiges Walmdach mit auffälligen Gauben und sein charakteristisches Aussehen in leuchtendem Gelb und Grau – den Farben der Ansbacher Markgrafen. Es folgten einige wechselvolle Jahre unter preußischer und französischer Herrschaft bis der Ansitz schließlich unter die bayerische Krone kam. Der letzte Kastner starb 1817, doch seine Witwe hatte noch bis 1830 ein Wohnrecht. Danach ging das Anwesen in bäuerlichen Besitz und wurde als Hofstelle genutzt, bis es 2013 von Ute Rauschenbach und Dieter Gottschalk erworben und mit viel Sachkenntnis denkmalgerecht saniert wurde. Gefördert u.a. von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz erhielten die Eigentümer 2017 den Denkmalpreis des Bezirks Unterfranken.

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Die Stube

 

In der Amtsstube wurden die Geschäfte des Kastners getätigt, über Steuereinnahmen und Zölle Buch geführt, sowie Gerichtsakten aufbewahrt, denn im Kastenamt wurde auch Gericht gesprochen. Gut gesicherte Türen zeugen von dieser Vergangenheit. Heute gibt es eine viel angenehmere Nutzung: In der Amtsstube können Weine von „Schalk&Rausch“ verkostet werden. Interessante Raum-Details sind bis heute unverändert erhalten, die Stuckdecke, die Wandfassungen, der mechanische Türöffner, Innen-Fensterläden und eine Stiege, die direkt in die oberen Wohnräume führt.

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Der Keller

 

Zu markgräflicher Zeit und auch davor diente der imposante Keller mit dem mächtigen Tonnengewölbe als Weinkeller. Heute werden dort die Weine von Schalk&Rausch ausgebaut und in modernen Stahltanks oder Holzfässern gelagert – je nachdem welches Geschmackserlebnis erzielt werden soll. Der historische Keller bietet mit 25 m Länge genügend Platz für spannende Experimente...

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Der Hof

 

Toskanisch mutet er an, der Innenhof. Oleander, Oliven und Feigen wachsen hier, denn das Klima ist mediterran und die schützenden Mauern strahlen ihre Wärme in den Sommermonaten bis tief in die Nacht ab. Ideal für ein Verweilen bei einem guten Glas Wein. Und wenn es tagsüber zu heiß wird, findet sich auch ein angenehmes Schattenplätzchen.

Einen besonderen Blickfang bietet der Pavillon im Stil des Baumeisters Johann David Steingruber, der schon für die Barockisierung des Haupthauses verantwortlich zeichnete.

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Die Unterkunft

 

Auch übernachten im Kastenamt ist möglich – im Sommer 2022 soll es soweit sein. Schalk&Rausch macht mit bei Albergo Diffuso Mainbernheim, einer besonderen Art von Gäste-Hotel. Die Idee dazu stammt aus Italien. Die einzelnen Zimmer in ausgewählten Residenzen liegen verstreut in der Altstadt und die Rezeption   befindet sich zentral im Ort.

 
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